Projektkosten & Risiken
Festpreis oder Aufwandsabrechnung: Was sich für Ihr Projekt wirklich lohnt
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Festpreis klingt nach Sicherheit, Aufwandsabrechnung nach Flexibilität. In der Praxis ist beides nur halb wahr — und die Wahl des Modells entscheidet über das Konfliktpotenzial des gesamten Projekts.
Festpreis: Sicherheit mit Preis
Beim Festpreis trägt der Anbieter das Aufwandsrisiko — und kalkuliert dafür Puffer von 20 bis 40 Prozent ein. Zusätzlich wird jede Abweichung vom vereinbarten Umfang zum Change Request. Festpreis funktioniert nur, wenn der Leistungsumfang präzise definiert ist.
Aufwandsabrechnung: Flexibilität mit Risiko
Bei Abrechnung nach Aufwand tragen Sie das Risiko. Das Modell lohnt sich für explorative Phasen — etwa Anforderungsworkshops oder Prototyping —, bei denen der Umfang noch nicht feststeht. Ohne Obergrenzen und wöchentliche Berichte wird es jedoch zur Kostenfalle.
Der pragmatische Weg: Phasenweise Modelle
In der Praxis bewährt sich ein Hybrid: Die Konzeptionsphase wird nach Aufwand abgerechnet, die Implementierung danach zum Festpreis — auf Basis der in der Konzeption präzisierten Anforderungen. So zahlen Sie keine Puffer für Unklarheiten, die es dann nicht mehr gibt.
Worauf es im Vertrag ankommt
Unabhängig vom Modell: Tagessätze und deren Laufzeit, Reisekosten, Abnahmekriterien, Zahlungsplan an Meilensteine gekoppelt, Regelung für Mehraufwand. Diese Punkte gehören vor Unterschrift geprüft — am besten von jemandem, der solche Verträge regelmäßig sieht.
Fazit
Es gibt kein grundsätzlich richtiges Modell — nur ein passendes pro Phase. Entscheidend ist, dass Sie wissen, welches Risiko Sie gerade tragen und welches der Anbieter trägt.
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